Seit wann arbeitest Du mit der Airbrushtechnik?

1990 habe ich mit der Technik des Sprühens begonnen und sie mir in einem Kellerraum im Haus meines Bruders, der mir auch meinen ersten Kompressor spendete, durch ausprobieren, experimentieren und viel üben beigebracht. Während meine Studiums zum Grafik-Designer in FAK Heiligendamm wurde ich dann auch studentische Hilfskraft im Farblabor. Heute gebe ich Airbrush-Kurse in der Volkshochschule und leite Workshops mit Kindern und Erwachsenen.

Hast Du vorher schon künstlerisch gearbeitet?

Meine erste Ausstellung in den "Hoffnung" Lichtspieltheater (1993) bestand aus Aktzeichungen aus einem Volkshochschulkurs. Während des Studiums sind dann die ersten Airbrushausstellungen mit den „Allegorien“ bzw. "transparencies" gefolgt. Verschiedene Gemeinschaftsausstellungen in Lübeck und Eutin. Aber es hat sich noch kein Galerist an die Arbeiten herangeraut. Das Potential von der Airbrushtechnik wird in den Galerien unterschätzt, da kann man anderer Meinung sein.

Warum die Airbrushtechnik?

Die ersten "transparencies" sind in der Studienzeit in Heiligendamm entstanden, die Pistole und der Sprühstrahl ist für mich ein bildgebendes Mittel wie ein Spachtel, Rakel oder Pinsel - nur viel älter. Was die meisten nicht wissen, die ersten Airbrushbilder sind vor tausenden von Jahren in den steinzeitlichen Höhlen gesprüht worden. Indem Pigmente mit Wasser vermischt aus dem Mund auf die Felswand gespuckt wurden und die ersten Menschen ihren Handabdruck an der Wand abbildeten.

Daher erfreut es mich immer, wenn andere Künstler frei mit der Pistole arbeiten und nicht Fotografisch das gesehene illustrativ wiedergeben, sei mit Sprühdosen oder Zahnbürsten.

Warum gibt es de „perfect waves“?

  Seit ich 2005 mit dem Wellenreiten begonnen ist  zu den „transparencies“ dann das Wellenmotiv dazugekommen um mir meine perfekten Wellen zu malen. Da es in Timmendorfer Strand oft flat ist, bleibt mir nur übrig perfekte Wellen zu düsen. Bei den Wellen arbeite ich eher anatomisch heraus, was sie ausmacht, über dem Wasserspiegel und darunter, im Detail oder als Panorama.

Kann man von den Bildern Reproduktionen bekommen?

Klar, alle meine Werke können als Reproduktion bestellt werden. Es gibt sie als Postkarte, Photoreproduktion auf Karton oder Aludibond. Bei den Driftwoodarbeiten geht das natürlich nicht, auf den Photos lässt sich die Haptik nicht nachbilden.

Mit was für Pistolen arbeitest du?

Immer noch am liebsten mit der Devilbiss S63. Dazu kommen dann 10 andere Pistolen, zB. Satagraph2 und Rotring. Für größere Flächen eine Pasche VL, Sata Minijet und andere Lackierpistolen.

Welche Farben benutzt Du?

Acrylfarben und spezielle Airbrushfarben von Schmincke, Createx und eigentlich alles was sich entsprechend verflüssigen läßt. Auch Metallicfarben und Candylacke habe ich schon verarbeitet oder Molotowdosen aus der Graffitiszene.

Wo ist die nächste Ausstellung, ist etwas in Arbeit?

Die nächste Ausstellung ist im Rathaus Oldenburg in Holstein. Eine ständige Ausstellung kann man in dem Hotel "Villa Möwenstein" in Timmendorfer Strand anschauen.

Wo arbeitest Du und wo lebst Du?

Seit 2012 wohne ich in Hemmelsdorf und arbeite in dem von mir gegründeten Kreativlabor "teilen und herrschen" in Lübeck Vorwerk. Das ist ein Gemeinschaftsatelier in dem ich mit anderen Künstlern arbeite. Ein Arbeitsplatz ist noch frei, wer mag darf gerne einsteigen...

Lebensunterhalt – worüber Künstler ungern reden wenn sie nicht von der Kunst leben können. Wandbilder und Auftragsmalerei, das ist ein weiteres Standbein, auf dem Lübecker Wochenmarkt als Händler und natürlich werde ich durch meine Familie unterstützt.

 

Last Updated: 18. August 2016

Wenn Sie weitere Fragen haben senden Sie mir eine EMail mit dem Kontaktformular. Vielen Dank, ich freue mich immer über Resonanz und Kritik, das gibt Motivation sich weiter zu entwickeln und Neues zu probieren.


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